Repro oder nicht das ist häufig die Frage

Vorwort:

Wichtig !!!! Dies soll kein Garantie auf eine 100% Unterscheidung von Original und Fälschung darstellen sondern nur ein paar kleine Tipps vermitteln die ich im laufe der Jahre selbst erworben habe.

Also bitte keine Regress Forderungen

An welchen Merkmalen kann man Erkennen das es sich um eine Repro Feldbluse handelt?


Vernähung von Koppeltragelöchern
Vernähung und Größe von Knopflöchern
Stempel in der Innenseite
Innenfutter
Knöpfe (Metall, Glas, Presspappe, Kunststoff)
Krageninnenseite und Außenseite
Vernähte- oder der Sitz von ehemaligen Effekten
Sitz und Art der Taschen
Art und Farbe des Feldstoffes


Drillich Feldblusen:

Der größte unterschied liegt meiner Meinung nach „noch“!! in erster Linie bei dem Stoff. Ich bin selber einmal auf eine vom Stoff her sehr gute Elite Drillich-Feldbluse hereingefallen (zum Glück nicht so teuer) die wahrscheinlich aus Original Drillich Stoff aber nach 45 gefertigt wurde.

Diese Feldbluse wurde sehr grob zusammengenäht welche in anbetracht der groben Vernähung selbst bei einer Feldschneiderei in den letzten Kriegsmonaten nicht durchgegangen wäre. Ähnlich wie ich dies bereits bei den Feldblusen geschrieben habe, ist ein weiteres sehr auffälliges Kriterium der Knopf.

Dort, wenn der Knopf nicht ausgewechselt wurde, erkennt man sofort den unterschied zum Original Knopf. Natürlich ist es gerade bei der Drillich-Feldbluse durch die S-Ringe schnell möglich die Knöpfe an der Knopfleiste und den Taschen einfach auszuwechseln, aber ein weiteres wichtiges Indiz sind die Knöpfe an den Ärmeln und Krageninnenseite. (Siehe Feldbluse) Außerdem sei noch die Vernähung der Koppeltragelöcher und der Knopflöcher erwähnt. 

Einige werden bestimmt auch sagen, jetzt gibt der den Reproverkäufern sogar noch Tipps was die besser machen können. Da kann ich nur sagen, die wissen das in den meisten fällen sowie so.


Dies soll auch keine Umfassende Betrachtung aller Repros und aller Original Hergestellten Feldblusen werden sondern nur „Anfängern“ oder Sammlern die z.B. Helme sammeln und sich mal eine Uniform zulegen möchten hinweise bzw. kleine Tipps geben zum erkennen von Repros oder Original Uniformen


Ich möchte hier auch nicht auf Schwedenblusen oder ex DDR bzw. frühe BRD eingehen das ist ein eigenes riesen Kapitel.


Am besten ist es natürlich grundlegende Infos aus Büchern zu besitzen. Aber am allerbesten ist immer noch wenn man selber Originalstücke und zusätzlich entsprechende Bücher besitzt. Wenn man Originale Uniformen besitzt erkennt man, wenn man Repros in der Hand hält sofort den Unterschied am Stoff, an der Verarbeitung, so komisch es auch klingen mag sogar am Geruch usw. Das kann kein Buch vermitteln.


  1. Grundregeln bei Aktionshäusern. (Erfahrene User können den Absatz überspringen)

Kauft man über ein Aktionshaus, hilft meistens schon ein Blick in die Bewertung oder welche Sachen des Anbieters bislang ge- oder Verkauft worden sind. Wenn als Text drin steht Dachbodenfund oder keine Ahnung was das für ein Teil ist und er selber schon viele Militaria dinge erstanden oder Verkauft hat kann man dies schon als ein sehr deutliches Warnsignal vernehmen.

Dann schlechte Fotos (am besten noch mit Handykamera) dort ist ebenfalls Vorsicht geboten.


Aber die größte Gefahr ist die Menschliche Gier !!!, ein vermutliches Schnäppchen zu machen.

Meine Erfahrung ist dann, einfach lieber mal ein vermutetes Schnäppchen liegen zu lassen wenn die Fotos nicht eindeutig sind oder die Beschreibung schon vermuten lässt das das Stück nicht ganz Astrein ist, als die Katze im Sack zu kaufen und mit 90 % Sicherheit enttäuscht zu werden. Es ist ja bei Uniformen ne menge Geld im Spiel. Am besten immer bessere Fotos anzufordern.


Von der Kragenunterseite, Stempelung, Sitz und Vernähung von Effekten (auch von alten entfernten Effekten)usw. Wenn keine besseren Fotos kommen.(hab im Moment keine Kamera, oder Kamera defekt) Finger am besten weg, sonst Geld weg!!




Tja, worauf muss man jetzt achten?

Nun kommt es drauf an ob man eine Feldbluse in der Hand hält oder über ein Auktionshaus anhand von Bildern kaufen möchte.


Gehen wir als erstes mal von einem Auktionshaus aus.


Da gibt es erstmal Bilder, mehr oder weniger gute. Auf was sollte man Achten?

Am einfachsten wir es noch bei stark getragenen mit typischen Tragespuren, Geschleppte Feldblusen

haben typische Abnutzungserscheinungen z.B. am Kragen, am Ärmelende, an der Innenseite im Bereich der Achsel, abgenutzte auf gewetzte Knopflöcher, Flickstellen etc. Die meisten Betrüger betreiben keinen solchen Aufwand um so eine Detailtreue hinzubekommen, anders sieht es da bei sehr hochpreisigen Stücken wie Panzer oder SS Uniformen aus, da kommen die guten Repros schon mal mit Steinen zusammen in den Betonmischer und werden anschließend 2 Jahre bei der Gartenarbeit getragen. Bei den meisten Feldblusen wird der Alterungsprozess meistens mit dem Bunsenbrenner oder mit Staub und Dreck vorgetäuscht was allerdings Gott sei dank meistens Dilletantisch ist und auffällt.

Die angebrannten Feldblusen haben meist wirr verteilte bräunliche flecken welches Abnutzung Dreck oder Ähnliches darstellen soll, hält man so ein „Ding“ in der Hand fällt auch sofort der Brandgeruch auf, der auch nach ein paar mal waschen nicht ganz rausgeht hält man da seine Nase direkt drüber.



Unterschiede bei den Feldblusen.

Anfangen möchte ich mit der sogenannten M36, es gab zwar schon „Vorgängermodelle“ M34..

Aber die Reproscene geht eigentlich bei der M36 los. Repro und Repro ist auch noch mal ein Unterschied, da gibt es sehr gute die kaum zu unterscheiden sind (z.B. die der Firma Sturm)und andere denen man dies auf Meilen ansieht das es sich um Repro Jacken handelt.

Leider werden die Kopien immer besser und die Hersteller immer mehr. Wie bereits oben erwähnt soll dies keine Wissenschaftliche Exkursion und 100% Exakte Uniformkunde werden, sondern nur ein paar bescheidene Hinweise auf Merkmale geben die man einfach beachten soll wenn man viel Geld für ein Originales Stück ausgeben will.


Am schwierigsten wird es bei ungetragenen Feldblusen:

Die gibt es wirklich im Original, dies waren meist Zweitstücke und wurden nie getragen weil der Träger z.B. im Feld gefallen war oder nur beim Fronturlaub. Die hingen dann halt über 60 Jahre im Schrank. Allerdings sind diese Stücke recht selten, komplett ohne Motten und ohne die geringsten Tragespuren.

Dann kann man nur auf Verschiedene Merkmale achten wie z.B.:

Vernähung von Koppeltragelöchern (siehe Fotosentsprechende Kategorie )

Vernähung und Größe von Knopflöchern (siehe Fotos entsprechende Kategorie)

Stempel in der Innenseite (siehe Fotos entsprechende Kategorie)

Innenfutter (siehe Fotos entsprechende Kategorie)

Knöpfe (Metall, Glas, Presspappe, Kunststoff) (siehe Fotos entsprechende Kategorie)

Krageninnenseite und Außenseite (siehe Fotos entsprechende Kategorie)

Vernähte- oder der Sitz von ehemaligen Effekten (siehe Fotos entsprechende Kategorie)

Sitz und Art der Taschen (siehe Fotos entsprechende Kategorie)

Art und Farbe des Feldstoffes (siehe Fotos entsprechende Kategorie)


Fangen wir mal mit den Koppeltragelöchern an:


Die meisten Repro Uniformen haben zu kleine Koppeltragelöcher oder die Vernähung stimmt einfach nicht, am besten kann man den Unterschied auf den Fotos erkennen.

Größe von Knopflöchern.

Auch eines der Indizien die auf ein Repro schließen lassen:

Die meisten Repros haben einfach zu kleine Knopflöcher auch auf den Bildern einfach zu erkennen.

Oder die Vernähung der Knopflöcher ist anders.




Stempel in der Innenseite: (Fotos hier)

Da wird es schon schwieriger….

Normaler weise wurden in den Feldblusen Stempel mit einer gössen Angabe ausgegeben außer der Größenangaben wurde in den meisten Fällen wurde auch das Ausgabe Datum z.B. M39 und ein Hersteller Name aufgedruckt. Bei den späteren Stücken kam auch eine Rbnr. Dazu.

Da es auch bei den Originalen Uniformen riesen Unterschiede gibt kann ich hier nur ein paar Beispiele anführen. Teilweise kann man an gebrauchten Feldblusen halt sehr ausgeblichene Stempel erkennen.

Die Stempel kann man natürlich bei Repros auch künstlich altern lassen, aber meist lässt sich der Unterschied doch erkennen. Es gibt auch Original Uniformen die an der falschen Seite d.h. da wo sich die Knopflöcher befinden gestempelt sind. (Normalerweise geschieht dies nur bei RAD Uniformen)

Aber ich habe selber eine WH Feldbluse die auf der Knopfleistenseite gestempelt ist.

Einige Idioten Stempeln auch vollkommen falsche Größenangaben, die nichts mit menschlichen Proportionen zu tun haben, nach dem Motto Hautsache irgendwelche Nummern sind drauf. Andere Stempel verraten das dies umgebaute Mäntel sind -Größenangabe der Länge- (Ich kenne keine Feldbluse die fast bis zum Boden reicht). Ganz Tumbe Nasen stempeln auch einen Reichsadler mit HK drauf, nach dem Motto dann ist das auch wirklich echt. Das gibt es aber nicht bei Feldblusen. Oder wenn ihr auf dem Foto ein Bild einer Krone seht Finger weg ist ne umgearbeitete Schwedenbluse.

Anderes Merkmal, bei manchen umgearbeiteten DDR Jacken fehlt dann ein Stück Stoff, da wo früher

der verräterische Stempel saß.



Innenfutter

Tja, es gibt Uniform Innenfutter da sieht man direkt das ist echt und das nicht, einem Anfänger dies zu erklären ist natürlich recht schwierig. Am besten sieht man das aus meiner Erfahrung noch bei Leinen-Innenfutter, diese grobe „alte“ meist abgewetzte Strucktur findet man nicht bei Repros, (jedenfalls die ich kenne) nicht. Dies sind aber wirklich bei guten Repro Uniformen absolute Feinheiten die schon einiges an Erfahrung verlangen. Gerade wenn es sich um schlechte Fotos handelt ist es auch für einen Profi sehr schwer bis fast unmöglich dies genau zu erkennen.



Knöpfe (Metall, Glas, Presspappe, Kunststoff) (siehe Fotos )

Die erkennt man am besten an den beigefügten Bildern,

Die Metall, Glas, Presspappe, Kunststoff Knöpfe habe ich bei Repros noch nie!!! überzeugend gesehen.

Die andere Möglichkeit ist natürlich Originale Knöpfe an Repros zu nähen macht aber zum Glück kein Reprohersteller höchstens mal einer der die Dinger „aufwerten“ möchte. (aber auch recht selten bei Feldblusen) Also wenn ihr die in den Händen haltet oder bei einem Auktionshaus eures Vertrauens seht, immer auch auf die Knöpfe achten bzw. Fotos auch von der Unterseite bei Metallknöpfen zusenden lassen. Abgesehen von den Feinheiten (Prägung der Körnung, Material der Presspappe etc. sieht man es an der Abnutzung und bei Metallknöpfen z.B. an der Unterseite des Metallknopfes

Die ist in fast allen Fällen dunkeler angelaufen.

Bei Feldgrauen knöpfen ist die Farbe meist durch hundertfaches auf und zuknöpfen typischer weise abgerieben. (Natürlich nicht bei den „die hing immer im Schrank“ Feldblusen.


Krageninnenseite und Unterseite  (siehe Fotos)

Hier ist in erster Linie der Stoff und die Vernähung der Kragenunterseite interessant,

Wenn Feldblusen auf alt und getragen getrimmt werden, ist aber meistens die Krageninnenseite Quasi wo der Hals dran reibt noch Top in Ordnung, allerdings sind bei den wirklich getragenen Stücken meistens sehr starke Abnutzungserscheinungen und teilweise auch offene Stellen an der Krageninnenseite.


Vernähte bzw. der Sitz von ehemaligen Effekten

Anhand von nachträglich aufgenähten Effekten lässt sich meistens am einfachsten erkennen ob dies Nachträglich ergänzt oder gefruckelt wurde. z.B. die Vernähung eines Brustadlers nehmen wir mal an die Effekten sind alle Original (wobei Effekten ein eigens riesiges Thema wären) Ist der Brustadler bis ca. Ende 1943 mit Speziellen Nähmaschinen maschinell, bevor das Innenfutter vernäht worden ist auf den Eigentlichen Stoff aufgenäht worden. Dies war später ab den späten M43 Feldblusen ein zu aufwändiges Verfahren. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Adler später als das Futter schon mit der Feldbluse „vereint“ war aufgenäht worden. (auch die Taschen sind dann komplett durchgenäht) Bei den 44´ern Feldblusen und den Drillich Uniformen (hier gibt es kein richtiges aufwändiges Innenfutter ) ist dies durch Nähen der Standart Fall.


Um noch mal auf das eigentliche Thema zurückzukommen, die der Nähte, bei dem Adler wurde in den meisten fällen eine bestimmte Zickzackvernähung (ich kenne den Fachnahmen nicht) angewandt. Die sind mit den heutigen Standart Nähmaschinen nicht ganz so perfekt hinzubekommen. (Ich hab jedenfalls noch nie eine absolut Perfekte Brustadler Vernähung bei Repros gesehen.)

Wenn kein Brustadler mehr vorhanden sein sollte sind aber immer noch (außer die die hing immer im Schrank Feldblusen und es war nie eine Adler drauf ) ein Abdruck in Form eines Farbunterschiedes im Stoff , da durch Monate oder Jahrelanges Tragen Schmutz, Sonne etc. der Stoff durch den Adler vor Schmutz und Sonne geschützt war. Man kann dort an der Stelle einen leichten bis starken quasi Schatten feststellen. Bei machen E-Bay Frucklern sieht man allerdings das bemühen diesen „Schatten“ mit Schablonenartigen Staub Flecken oder Föhn , Bunsenbrenner nachzuahmen, dies erkennt man aber in der Regel auch an der meist dilletantischen Ausführung. Bei echten entnazifizierten Stücken, sieht man noch die Einstiche der Vernähung oder sogar noch einige Faden oder Adlerreste. Das mit dem „Schatten gilt auch für die Kragenspiegel wenn diese nach dem Krieg entfernt worden sind.

Sitz und Art der Taschen

Bei vielen Repros sind z.B die unteren Taschen zu hoch angesetzt oder die Taschenform der unteren Taschen, oder Brusttasche ist geringförmig falsch.


Art und Farbe des Feldstoffes

Das ist so eine Sache die meistens nur bei sehr guten Fotos oder wenn man eine Feldbluse in der Hand hat beurteilen kann. Und leider auch nur wenn man sich einigermaßen gute auskennt.

Ich habe Original Feldblusenstoff aus einer Schneiderei bis hin zu sehr geschleppten Stücken, da bestehen immer geringfügige Unterschiede auch je nach Hersteller gibt es ganz geringförmige Unterschiede. Die größten Unterschiede wurden aber im Verlauf des Krieges gemacht worden, die Not bzw. Rohstoffknappheit zwangen die Produktion je länger der Krieg dauerte dazu immer schlechtere Qualität zu fertigen die letzten Ausfertigungen der Feldblusen würde heute keiner mehr freiwillig anziehen. Durch Minderwertige Qualität und schnelle einfache Verarbeitung waren die späteren Feldblusen nur noch ein schatten Ihrer selbst.

Am besten kann ich das durch Fotos Zeigen, beschreiben kann man die Stoffe nicht soooo.. schön.

Wie schon kurz erwähnt, möchte ich nun auf eine spätere Feldbluse das sogenannte Modell 43 eingehen. Bei diesem Modell wurden Kriegsbedingte Rohstoff Knappheit und einfachere Produktion derbe Einsparungen an der nun eingeführten Feldbluse vorgenommen. Die Feldbluse selber bestand nur noch aus einem geringen prozentsatz Wolle der Rest war Stoffabfall aus dem Reißwolf und Kunstfasern. Dies machte auch den Landsern zu schaffen da z.B. die Wärmeisolation bei weitem nicht mehr die der Vorgängermodelle erzielte. Die ausgegebenen Stücke machten erst mal einen besseren Eindruck auf die Landser dies war aber nur deshalb, weil das bisschen an Wollanteil durch die Fertigung nach „außen“ gedrückt worden war, dieser Wollanteil nutzte sich aber schnell ab. Ich habe einige getragene

43 Feldblusen, dort ist der Wollanteil schon abgetragen und ein ich sag mal „dünnes kratziges etwas“ ist da von einer Feldbluse übergeblieben. Der Stoff ist die eine Sache, die Produktion eine andere. Diese wurde auch auf einfachere effizientere Art umgestellt. Man verzichtete auf aufwendige Produktionsverfahren und nähte z.B. Taschen, später auch Brustadler durch das Innenfutter. Die Taschenpatten waren nicht mehr geschweift sondern gerade usw.

Nun zum Thema Kauf: Obwohl doch sehr einfach in der Fertigung erzielen die M43 Feldblusen doch

Beim Kauf/Verkauf recht hohe Preise, das hat mit Sicherheit auch mit der minderwertigen Qualität zu tun. Die Feldblusen wurden nach dem Krieg sehr oft aufgetragen und da diese Feldblusen von minderer Qualität waren, auch recht schnell verschlissen und „entsorgt“ worden sind findet man nicht mehr so viele davon.

Worauf sollte man beim Kauf achten? Nun ein Problem ist, das die Feldblusen auch während der Produktion gewissen Änderungen unterlagen:


Da muss ich mich wiederholen und die Dinge wieder aufzählen die auch bei den Vorgängermodellen

wichtig waren.


Vernähung von Koppeltragelöchern

Vernähung und Größe von Knopflöchern

Stempel in der Innenseite

Innenfutter

Knöpfe (Metall, Glas, Presspappe, Kunststoff)

Krageninnenseite und Außenseite

Vernähte- oder der Sitz von ehemaligen Effekten

Sitz und Art der Taschen

Art und Farbe des Feldstoffes


Das Innenfutter bestand nun meistens aus Kunstseide (es gab auch noch Leinen Versionen) und hatte im Gegensatz zu den Vorgängermodellen einen anderen Schnitt. (siehe Bild)

Ein anderer Stempel kam hinzu die RB Nr. (Reichsbetriebsnummer) z.B.RB-Nr. 0/0807/0011


Woran erkannt man nun die Unterschiede zu Repro 43 Feldblusen. Wie bereits eingangs erwähnt, einmal durch die Vernähung und Größe der Koppeltragelöcher der Knopflöcher der Kragenunterseite, also quasi (wenn ihr den Artikel komplett gelesen habt) alte Bekannte Muster. Was aber ganz augenscheinlich ist, -das ist der Stoff an sich-, soll ich jetzt sagen „Gott sei dank“ auf jeden Fall bekommt man diese miese Stoffqualität bei Repros einfach nicht richtig hin. Das nutzt aber nicht viel wenn man anhand von schlechten Fotos seine Entscheidung treffen muss, oder man aufgrund das man nie 43er Feldblusen besessen hat, keinen direkten Vergleich besitzt. Aufgrund der verschiedenen Hersteller im Krieg gab es auch ziemliche Unterschiede bei dem Innenfutter, Farbe, Beschaffenheit, es gab ein z.B. Graues, ein Stahlblaues, ein silberfarbenes Innenfutter.


Ich bin jedes Mal sehr, sehr Skeptisch wenn es darum geht eine fast ungetragene M 43er über ein Auktionshaus zu Kaufen, es gibt da mittlerweile neben ein paar Grotten schlechten Repros, wirklich sehr gute Repros gibt. Da möchte ich nicht anhand von einigen wenigen schlechten Fotos entscheiden wollen. (nochmals als wichtiger Tipp!!!!) schaltet eure Schnäppchen-Gier bei zweifelhaften Stücken ab. Meiner Erfahrung nach sind diese vermeintlichen Schnäppchen zu 99% Repros, dafür ist das Geld zu schade und Ihr bleibt auf diesen Stücken hängen und habt eine menge Geld verbrannt.

Lieber diese Auktion an euch vorbeiziehen lassen.



Am schlimmsten sind die selbsternannten Laien, die aber schon bsp. 200 Auktionen mit Militaria hinter sich gebracht haben, diese Feldblusen auf dem Flohmarkt, Dachboden, Wohnungsräumung, gerne genommen wird auch Theaterfundus, gefunden haben wollen. Da sie sich „natürlich“ nicht auskennen „lol“ und keine Gewähr auf Originalität übernehmen (ist ja auch klar warum ). Oder die keine Ahnung haben, aber den Stempel die Kragenunterseite, usw. Fotografiert haben. Da müssen bei euch die Alarmglocken läuten, muss natürlich nichts heißen, ist aber in den meisten Fällen so, dass es sich um Repros handelt. Achtete auch darauf wie viele Auktionen der Auktionsanbieter schon hatte. Das Problem E-Bay z.B. gewährt keinen Käuferschutz unter min. 1 Bewertung. Ich bin auch schon mal darauf reingefallen ich hatte auf ein sehr schönes Stück geboten, habe drauf geboten (Verkäufer kam aus dem Ausland) die Auktion gewonnen aber das Stück nie bekommen der Verkäufer war kurz darauf nicht mehr bei E-Bay angemeldet.


Was gibt es noch zu sagen:……wundert euch nicht wenn Ihr Feldblusen seht wo zwei größen Stempel

Existieren wobei einer durchgestrichen ist. Dann ist die Feldbluse in der Größe abgeändert worden.

Hier mal ein Beispiel…..   oder hier

47 45

102

77 71

Daraus wurde z.B.

43 43

96

71 64

Wundert euch auch nicht wenn Ihr nur ein oder zwei Koppeltragelöcher erkennen könnt, im Innenfutter aber drei vorhanden sind. Dabei handelt es sich um gekürzte Feldblusen, wo unten einfach ein Stück abgetrennt ist und die Taschen ein Stück nach oben versetzt worden sind. Meist fehlt dann auch die Verbandpäckchentasche oder es nur eine gekürzte vorhanden. Natürlich kam es Frontmäßig auch zu weiteren „Bastelarbeiten“ ein grüner Tuchkragen für eine 43ér und so weiter.

So das war es für´s erste ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen Sammler damit helfen.